Prompt-Tipps des Tages
Vier Prompts für Szenario-Planung statt Hype-Getriebenheit
📅 2026-09-09 | 🔗 Quelle: Excellent Prompts
Wer sich von jeder neuen KI-Schlagzeile verunsichern lässt, tut sich schwer, langfristig zu planen. Die Technik nutzt eine an das 'Futures Toolkit' des UK Government Office for Science angelehnte vierteilige Prompt-Kette für Karriere- oder Geschäftsentscheidungen: Erstens ein Horizon-Scanning-Prompt, der die KI relevante Entwicklungen recherchieren und belegte Fakten von bloßen Vermutungen trennen lässt. Zweitens ein 2x2-Szenario-Matrix-Prompt, der vier plausible Zukunftsbilder mit ihren jeweiligen Risiken und Chancen durchspielt. Drittens ein Stresstest-Prompt, der die eigenen Pläne gegen alle vier Szenarien prüft und Schwachstellen aufdeckt. Viertens ein Backcasting-Prompt, der die gewählte Strategie in einen 90-Tage-Plan mit konkreten Schritten und Terminen zurückübersetzt. Nützlich für alle, die wichtige berufliche oder unternehmerische Entscheidungen treffen müssen, ohne bei jeder neuen KI-Meldung die eigene Strategie über den Haufen zu werfen.
Den kompletten KI-Kontext von Claude zu ChatGPT mitnehmen (und zurück)
📅 2026-09-09 | 🔗 Quelle: Ruben Hassid
Wer zwischen Claude und ChatGPT wechselt, verliert dabei normalerweise den gesamten aufgebauten Kontext – Vorlieben, laufende Projekte, eingespielte Gewohnheiten. Die Vorlage löst das über einen einzigen langen Prompt, den man zusammen mit dem exportierten Chat-Verlauf in die Ziel-KI einfügt: Er weist die KI an, die hochgeladenen Gesprächsdaten zu prüfen, unabhängig davon die eigenen gespeicherten Erinnerungen abzufragen, beides zu kombinieren und Dopplungen zu entfernen – dabei aber frühere Vorschläge nicht mit tatsächlich getroffenen Entscheidungen zu verwechseln und Informationen zu datieren statt sie als dauerhaft gültig zu behandeln. Am Ende soll eine einzige Markdown-Datei mit fester Gliederung entstehen, unter anderem mit Kernkontext, direkt einsetzbaren Custom Instructions, laufenden Projekten und offenen Widersprüchen. Für den umgekehrten Weg, von ChatGPT zu Claude, liefert der Newsletter einen kürzeren Export-Prompt nach demselben Prinzip. Nützlich für alle, die beide Werkzeuge parallel nutzen oder komplett wechseln wollen, ohne wieder bei null anzufangen.
Die KI als ungeduldigen Käufer die eigene Verkaufsseite testen lassen
📅 2026-09-09 | 🔗 Quelle: Smart Prompts for AI
Sprachmodelle schreiben schlechte Verkaufstexte, wenn man sie einfach bittet, 'überzeugend' zu formulieren – dabei greifen sie zu Buzzwords und Übertreibung. Deutlich nützlicher ist die umgekehrte Rolle: die KI als knallharten, ungeduldigen Prüfer einsetzen. Man kopiert den eigenen Verkaufs-, Checkout- oder Angebotstext hinein und weist die KI an, sich in einen skeptischen Käufer zu versetzen, der am liebsten gleich wieder abspringen will. Die Technik läuft in drei Schritten ab: erstens die Stellen markieren, an denen der Leser stocken oder etwas erst entschlüsseln muss; zweitens rechtfertigenden Erklär-Ballast streichen, den viele bei unsicherer Preisgestaltung einbauen; drittens den nächsten konkreten Schritt klarstellen – welcher Button, was danach passiert, wann man etwas hört. Nützlich für alle, die Landingpages, Checkout-Texte oder Angebots-Mails selbst schreiben und blinde Flecken in der eigenen Kaufstrecke aufspüren wollen.