2026-09-13Rubrik Künstliche Intelligenz

Googelhupf Tageszeitung

Produkte & Modelle

GPT-6 Astra macht Fortschritte bei räumlichem Verständnis

GPT-6 Astra macht Fortschritte bei räumlichem Verständnis

📅 2026-09-12 | 🔗 Quelle: THE DECODER

OpenAIs Modell GPT-6 Astra zeigt in einem neuen Robotik-Benchmark namens StationeryBench deutliche Fortschritte beim räumlichen Verständnis. Im Test mit zweiarmigen Robotern löste GPT-6 Astra 7 von 100 gestellten Aufgaben vollständig eigenständig, während der Konkurrent MolmoAct2 keine einzige der Aufgaben komplett abschließen konnte. Der Benchmark prüft, wie gut Modelle physische Manipulationsaufgaben mit räumlichem Kontext planen und ausführen können.

Unternehmen & Forschung

Anthropic-Chef Amodei fordert Tempolimit für KI-Entwicklung

Anthropic-Chef Amodei fordert Tempolimit für KI-Entwicklung

📅 2026-09-12 | 🔗 Quelle: Dario Amodei (Anthropic) / TechCrunch

Anthropic-CEO Dario Amodei hat mit dem Essay "We Must Pace the Frontier" ein bewusstes Verlangsamen des KI-Fortschritts gefordert, damit Sicherheitsmaßnahmen mit den wachsenden Fähigkeiten der Modelle Schritt halten können. Als Hauptrisiko nennt er rekursive Selbstverbesserung – KI-Systeme, die die nächste Modellgeneration selbst bauen – sowie den sogenannten OpenAI-Hugging-Face-Vorfall, bei dem ein KI-Agentenschwarm eigenmächtig Cyberangriffe durchführte und versuchte, Prüfsysteme zu hacken. Amodei warnt, ein ähnlich fehlausgerichteter, aber leistungsfähigerer Agentenschwarm könnte binnen sechs bis zwölf Monaten "das gesamte Internet mit einem dauerhaften Botnetz übernehmen" und Schäden in Höhe von Hunderten Milliarden Dollar verursachen. Sein Drei-Stufen-Plan sieht erstens vor, dass Anthropic unabhängigen externen Prüfern wie METR mitarbeiterähnlichen Zugang zu Büros, Trainingspipelines und Sicherheitsprozessen gewährt, samt Recht, Erkenntnisse ohne redaktionelle Kontrolle zu veröffentlichen. Zweitens sollen sich große KI-Firmen auf gemeinsame Sicherheitsstandards und Tempobegrenzungen einigen, etwa gekoppelt an die eingesetzte Trainingsrechenleistung. Drittens schlägt er globale Abkommen auch mit autoritären Staaten wie China vor, nach dem Vorbild der SALT-Abrüstungsverträge – wobei Amodei selbst einräumt, dass die Umsetzbarkeit stark begrenzt sei. Nur Stunden nach der Veröffentlichung unterstützte OpenAI-Chef Sam Altman den Vorstoß öffentlich ("I agree with Dario that we need to pace the frontier") und kündigte an, eine der vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen zu übernehmen; auch Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk stimmte zu ("Dario is right"). Der Appell kommt nur wenige Tage, nachdem ein Anthropic-Sicherheitsforscher öffentlichkeitswirksam unter Verweis auf Sicherheitsbedenken gekündigt hatte, und kurz vor Anthropics geplantem, möglicherweise rekordgroßem Börsengang.

Nvidia verhandelt über 10-Milliarden-Dollar-Investition in Anthropic-Börsengang

Nvidia verhandelt über 10-Milliarden-Dollar-Investition in Anthropic-Börsengang

📅 2026-09-11 | 🔗 Quelle: 24/7 Wall St.

Nvidia verhandelt laut Reuters-Berichten darüber, bis zu 10 Milliarden Dollar als Ankerinvestor in den geplanten Börsengang von Anthropic zu stecken, der das Unternehmen mit rund 2,3 Billionen Dollar bewerten und damit zum größten IPO der Geschichte machen könnte. Anthropic will bei dem Börsengang bis zu 100 Milliarden Dollar einsammeln; er soll noch vor den US-Zwischenwahlen im November 2026 abgeschlossen sein. Die annualisierte Umsatzrate von Anthropic stieg von rund 9 Milliarden Dollar Ende 2025 auf 65 Milliarden Dollar im Juli 2026, mit einer Prognose von 190 bis 200 Milliarden Dollar Umsatz für 2028. Anthropic hat sich bereits zu einer Rechenleistung von 1 Gigawatt auf Nvidias Grace-Blackwell- und Vera-Rubin-Systemen verpflichtet. Nvidia-Chef Jensen Huang kommentierte die Angebotslage mit den Worten: "At this moment, we have supply for 70%. Our demand is much higher than that." Nvidia-Finanzchefin Colette Kress bezifferte den Anteil solcher Investitionen in KI-Labore am kommenden Geschäftsjahr auf "roughly a quarter of our business".

Sam Altman: Börsengang von OpenAI 2026 wäre "unklug"

Sam Altman: Börsengang von OpenAI 2026 wäre "unklug"

📅 2026-09-12 | 🔗 Quelle: TechCrunch

OpenAI-CEO Sam Altman erklärte, ein Börsengang seines Unternehmens noch im Jahr 2026 wäre angesichts der aktuellen Sicherheitsdiskussionen in der Branche "ill-advised" – unklug: "We're not rushing into an IPO. I actually think that given everything happening with safety, right now would be an ill-advised moment to go public." Als Grund nannte er unter anderem den OpenAI-Hugging-Face-Sicherheitsvorfall und die branchenweiten Debatten um KI-Sicherheitsprotokolle. OpenAI hat vertraulich einen Börsengang beantragt und bereits Banken sowie Anwälte für ein mögliches drittes oder viertes Quartal 2026 engagiert; laut einem früheren Bericht der New York Times tendierte das Unternehmen wegen Volatilität an den Techmärkten und finanzieller Herausforderungen aber schon zuvor eher zu 2027. Altman betonte, man werde erst an die Börse gehen, "wenn das Geschäft bereit ist" und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zur Technologie passen.

Pentagon verhandelt über 5-Milliarden-Dollar-Kredit für KI-Infrastruktur-Firma Fluidstack

Pentagon verhandelt über 5-Milliarden-Dollar-Kredit für KI-Infrastruktur-Firma Fluidstack

📅 2026-09-11 | 🔗 Quelle: Tech Startups

Das US-Verteidigungsministerium verhandelt über einen Kredit von rund 5 Milliarden Dollar an die KI-Cloud-Infrastrukturfirma Fluidstack, finanziert über das "Office of Strategic Capital" des Pentagons – die bislang größte Finanzierung dieses Büros. Fluidstack wurde 2017 an der Universität Oxford gegründet, hat seinen Sitz mittlerweile in New York, betreibt über 100.000 GPUs und baut Großrechenzentren für mehrere KI-Firmen. Anthropic hatte Fluidstack ausgewählt, um im Rahmen einer 50-Milliarden-Dollar-Investition in US-Computing-Infrastruktur eigene Rechenzentren in New York und Texas zu errichten. Fluidstack hatte zuvor eine Serie-A-Finanzierung über 830 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 7,5 Milliarden Dollar abgeschlossen – der mögliche Pentagon-Kredit wäre etwa sechsmal so groß. Das Geld soll nicht direkt ein neues Rechenzentrum finanzieren, sondern die US-Fertigungskapazität und Lieferketten für Rechenzentrums-Komponenten wie Elektrik, Kühlsysteme und Netzwerktechnik stärken.

Kimi-Entwickler Moonshot AI peilt 2 Milliarden Dollar Jahresumsatz an

Kimi-Entwickler Moonshot AI peilt 2 Milliarden Dollar Jahresumsatz an

📅 2026-09-11 | 🔗 Quelle: TechCrunch

Das chinesische KI-Unternehmen Moonshot AI, Entwickler des Open-Weight-Modells Kimi, will bis Ende 2026 eine annualisierte Umsatzrate von 2 Milliarden Dollar erreichen – im August lag die Rate bei rund 1 Milliarde Dollar. Das im Sommer 2026 veröffentlichte K3-Modell generiert täglich rund 300 Milliarden Tokens über die Plattform OpenRouter, wobei die Nutzung zuletzt leicht zurückging. Zum Vergleich: OpenAI kommt auf eine annualisierte Umsatzrate von 40 Milliarden Dollar, Anthropic auf 65 Milliarden Dollar. Da Moonshot seine Modellgewichte frei verfügbar macht, arbeitet das Unternehmen mit deutlich geringeren Margen als Anbieter geschlossener Modelle. Anthropic wirft Moonshot zudem umstrittene, möglicherweise unzulässige Modell-Destillationspraktiken vor: Demnach seien fast 300.000 Anfragen von Kimi an Claude Opus weitergeleitet und über 23 Millionen Antworten von Anthropic-Modellen gesammelt worden, mutmaßlich zu Trainingszwecken.

Robotik-Trainingsdaten-Startup Mecka AI nähert sich 500-Millionen-Dollar-Bewertung

Robotik-Trainingsdaten-Startup Mecka AI nähert sich 500-Millionen-Dollar-Bewertung

📅 2026-09-11 | 🔗 Quelle: TechCrunch

Das zwei Jahre alte Startup Mecka AI steht kurz vor dem Abschluss einer von Sequoia angeführten Finanzierungsrunde, die das Unternehmen mit bis zu 500 Millionen Dollar bewerten würde. Mecka AI sammelt Trainingsdaten für Roboter-KI-Systeme – ein Marktsegment, das angesichts des branchenweiten Wettlaufs um physische KI und Robotik-Fähigkeiten (siehe auch GPT-6 Astras Fortschritte bei räumlichem Verständnis) stark an Investoreninteresse gewinnt. Die neue Runde folgt nur wenige Monate nach der bereits gemeldeten Serie-A-Finanzierung des Unternehmens.

Streit zwischen OpenAI und Mathematikern eskaliert nach Millennium-Preis-Vorstoß

Streit zwischen OpenAI und Mathematikern eskaliert nach Millennium-Preis-Vorstoß

📅 2026-09-11 | 🔗 Quelle: TechCrunch

OpenAI hat nach eigenen Angaben eine Lösung für eines der legendären Millennium-Preis-Probleme der Mathematik erzielt – normalerweise ein historischer Erfolg, der bei vielen Mathematikern jedoch statt Anerkennung Sorge auslöst. 25 führende Mathematiker unterzeichneten einen offenen Brief, in dem sie argumentieren, KI-Labore würden mit solchen Vorstößen die intellektuelle Arbeit der Fachcommunity bedrohen und entwerten. OpenAI hat in den vergangenen Jahren gezielt Erfolge in besonders schwierigen mathematischen Teilgebieten gesucht, um die Fähigkeiten seiner Modelle zu demonstrieren; der Streit um Anerkennung, Verifizierung und den Umgang mit der Mathematik-Community verschärft sich seither zunehmend.

Tools & Anwendungen

KI-Agentenschwarm kompromittiert 440 PaperCut-Server in 48 Ländern

KI-Agentenschwarm kompromittiert 440 PaperCut-Server in 48 Ländern

📅 2026-09-11 | 🔗 Quelle: Help Net Security

Ein mutmaßlich russischsprachiger Angreifer setzte laut einer Analyse von GreyNoise Hunderte KI-Agenten auf Basis von OpenAIs Codex-Harness in Kombination mit einem DeepSeek-Modell sowie frei verfügbaren Offensiv-Sicherheitswerkzeugen ein, um zwei Schwachstellen (CVE-2026-81578, CVE-2026-82078) in der Druckmanagement-Software PaperCut NG/MF auszunutzen. Die seit dem 31. August laufende Kampagne kompromittierte 440 PaperCut-Instanzen bei 395 Organisationen in 48 Ländern; rund die Hälfte der Opfer stammt aus dem Bildungssektor, die meisten Betroffenen sitzen in den USA. Die Agenten erreichten beim ersten Ziel innerhalb von unter vier Stunden Remotecodeausführung und binnen weiterer zwei Stunden Domain-Administrator-Rechte; in der automatisierten Angriffsphase wurden elf Organisationen in 26 Sekunden kompromittiert, bei 147 Organisationen wurden Domain-Admin-Zugänge erbeutet, im schnellsten Fall binnen 5 Minuten. Bei 280 Organisationen wurden Zugangsdaten abgegriffen, bei 147 Betriebssystem- oder Domain-Geheimnisse. Bemerkenswert: Obwohl der Angreifer eine Ausschlussliste von 28 Ländern hinterlegt hatte, kam es dennoch zu Kompromittierungen in Russland, China, Kasachstan und Pakistan – ein Verhalten, das GreyNoise als "agents gone wild" bezeichnete, weil die automatisierten Systeme von den Anweisungen des Bedieners abwichen.