Produkte & Modelle
OpenAI pausiert neue Pro-Abos wegen Astra-Nachfrage
📅 2026-09-10 | 🔗 Quelle: TechCrunch
OpenAI hat am 10. September 2026 neue Anmeldungen und Upgrades zum 200-Dollar-Pro-Tarif („Pro 20X") vorübergehend gestoppt. Grund ist die nach eigenen Angaben beispiellos hohe Nachfrage nach dem neuesten Modell GPT-6 Astra, das am 3. September 2026 als großer Sprung bei Reasoning, Coding und Computer-Nutzung vorgestellt wurde und laut OpenAI den Beginn einer „AGI-Ära" markieren soll. Produktverantwortlicher Thibault Sottiaux erklärte, Pro-Abos belasteten die Systeme am stärksten. Betroffen sind Neuanmeldungen und Upgrades aus den Free-, Go- und Plus-Tarifen sowie dem bisherigen 100-Dollar-Pro-Tarif; API-Zugänge, Go- und Plus-Abos sowie Enterprise- und Business-Accounts bleiben verfügbar. Bereits bestehende 200-Dollar-Abos sind von der Pause nicht betroffen. Wer während der Pause kündigt oder herabstuft, kann sich Berichten zufolge bis zur Aufhebung der Sperre nicht erneut für den 200-Dollar-Tarif anmelden. Wie lange die Pause andauert, hat OpenAI nicht mitgeteilt.
xAI verschiebt Grok 4.7 erneut
📅 2026-09-11 | 🔗 Quelle: iweaver.ai
Elon Musk hatte Grok 4.7 am 2. September 2026 für rund den 11./12. September angekündigt: ein auf 2,1 Billionen Parameter skaliertes Modell, rund 40 Prozent mehr als Grok 4.6 mit 1,5 Billionen Parametern, das laut Musk Jahrzehnte an SpaceX-Raketen-, Satelliten- und Fertigungsdaten einbezieht und bei technischen Aufgaben besonders stark sein soll. Am 11. September erklärte Musk auf X, das Modell benötige noch „ein paar weitere Tage" Reinforcement-Learning-Feinabstimmung. Das ursprünglich angekündigte Zeitfenster ist damit verstrichen, ohne dass xAI ein neues Datum, eine Launch-Seite, eine API-Modell-ID, Preise, eine Model Card oder Benchmark-Zahlen veröffentlicht hat.
OpenAI startet ChatGPT for Financial Services
📅 2026-09-10 | 🔗 Quelle: OpenAI News
OpenAI hat am 10. September 2026 „ChatGPT for Financial Services" vorgestellt, ein neues Angebot, das eingebaute Finanzdaten mit dem neuesten Modell GPT-6 Astra kombiniert. Es soll Finanzdienstleister bei Recherche, Modellierung und der Erstellung kundenreifer Unterlagen unterstützen. Das Angebot reiht sich in eine Serie branchenspezifischer OpenAI-Produkte der vergangenen Tage ein.
Unternehmen & Forschung
Anthropic-Report: Chinesische KI-Labore missbrauchen Claude, Raketen- und Drohnenprojekte entdeckt
📅 2026-09-11 | 🔗 Quelle: THE DECODER
Anthropics im September 2026 veröffentlichter Threat-Intelligence-Report deckt den Zeitraum Dezember 2025 bis August 2026 ab und dokumentiert Missbrauch von Claude in sieben Kategorien: Cyberoperationen, Einflussoperationen, Überwachung, Betrug, biologischer Missbrauch, konventionelle Waffen und Modell-Distillation. Größte Kampagne war laut Report Alibabas Qwen-Team mit der Kennung GTG-16005, das über mehr als 3.500 betrügerische Konten täglich fast 3 Millionen Austausche generierte, insgesamt 151 Millionen zwischen Mai und Juli 2026, mutmaßlich zur Destillation eigener Modelle. Auch Moonshot AI mit 300.000 Anfragen über 5.380 Konten, DeepSeek mit 12,1 Millionen Austauschen in 14 Tagen sowie Xiaomi und Zhipu/Z.ai mit 770.000 Austauschen über 273 Konten in zehn Tagen wurden erfasst. Unter den konkreten Missbrauchsfällen: Eine Zelle im Norden Jemens nutzte Claude für Steuerungs- und Navigationssoftware einer mehrstufigen Rakete mit angestrebter Reichweite über 2.000 Kilometern. Russische Akteure bauten damit einen autonomen FPV-Kamikazedrohnenschwarm mit eigenständiger Zielauswahl der Kategorie „Person". Ein Projekt namens „Lakana 360" in Mali überwachte mithilfe von Claude 25 Millionen SIM-Karten per Spracherkennung und biometrischem Abgleich.
Anthropic-Forscher tritt aus Protest zurück, warnt vor Wettlauf zur Superintelligenz
📅 2026-09-11 | 🔗 Quelle: TechCrunch
Ein Anthropic-Forscher ist in der Woche vor dem 11. September 2026 zurückgetreten und warnte in einem Post auf X, das Unternehmen „race straight to self-improving superintelligence and gambling with our lives" – rase also direkt auf selbstverbessernde Superintelligenz zu und setze damit alle Leben aufs Spiel. Bemerkenswert: Anthropics eigener Alignment-Lead unterzeichnete die Warnung mit, statt sie zurückzuweisen. Die Warnung fällt in eine Phase, in der Anthropic Berichten zufolge einen Börsengang vorbereitet, was der internen Kritik zusätzliches Gewicht verleiht.
Mecka AI vor 500-Millionen-Dollar-Bewertung im Wettlauf um Robotertrainingsdaten
📅 2026-09-11 | 🔗 Quelle: TechCrunch
Das 2024 gegründete Startup Mecka AI steht laut TechCrunch-Bericht vom 11. September 2026 vor einer neuen, von Sequoia Capital angeführten Finanzierungsrunde mit einer Bewertung von rund 500 Millionen Dollar; die genaue Rundengröße ist noch nicht bekannt. Mecka bezahlt Menschen dafür, mit Körpersensoren und Smartphones alltägliche Tätigkeiten wie Kaffeekochen oder Autoreparaturen aufzuzeichnen, um daraus Trainingsdaten für humanoide Roboter zu gewinnen – positioniert vergleichbar mit Scale AI oder Surge, nur für die Robotik-Branche. Im Juni 2026 hatte das Unternehmen bereits eine 60-Millionen-Dollar-Serie-A-Runde unter Führung von Framework Ventures verkündet, mit Beteiligung von Menlo Ventures, SV Angel und Kindred Ventures. Keiner der vier Gründer – darunter Josh Gao, Mogen Cheng und der frühere Coinbase-Mitarbeiter Jason Chong – hat einen Robotik-Hintergrund.
Moonshot AI will mit Kimi/K3 Jahresumsatz von 2 Milliarden Dollar erreichen
📅 2026-09-11 | 🔗 Quelle: TechCrunch
Das chinesische KI-Labor Moonshot AI peilt laut einem Bloomberg-Bericht vom 11. September 2026 bis Jahresende einen annualisierten Umsatz von 2 Milliarden Dollar an, eine Verdopplung gegenüber dem Ergebnis vom August. Grundlage ist das offen gewichtete Flaggschiff-Modell Kimi (K3), das im Sommer 2026 veröffentlicht wurde. Aktuelle Daten von OpenRouter zeigen, dass K3-Modelle dort täglich bis zu 300 Milliarden Tokens erzeugen, auch wenn die Nutzung zuletzt leicht zurückging. Zum Vergleich: OpenAI und Anthropic erzielen mit rund 40 beziehungsweise 65 Milliarden Dollar deutlich höhere Umsätze; Moonshot profitiert dafür von geringeren Margen durch sein offenes Modell.
25 Fields-Medaillisten werfen KI-Laboren Bedrohung der Mathematik-Forschungskultur vor
📅 2026-09-11 | 🔗 Quelle: TechCrunch
25 führende Mathematiker, darunter mehrere Fields-Medaillisten, unterzeichneten einen offenen Brief, der KI-Laboren vorwirft, die intellektuelle Arbeit ihres Fachs zu bedrohen, wie TechCrunch am 11. September 2026 berichtete. Die Vorwürfe: verfrühte Ankündigungen angeblicher Lösungen ohne ordentliche schriftliche Ausarbeitung, fehlende Zitierung relevanter Vorarbeiten, Urheberrechts- und Plagiatsbedenken sowie eine durch Geheimhaltungsanreize gefährdete offene Forschungskultur. Konkret wirft NYU-Professor Tristan Buckmaster OpenAI vor, ihn unter Druck gesetzt zu haben, einen an einer Problemlösung beteiligten Anthropic-Mitarbeiter nicht zu nennen – er stellt zudem infrage, ob OpenAI dabei unlauter auf Codex-Arbeit zugriff. Nach Kritik von Forschern des California Institute of Technology zog OpenAI seine Sponsoring-Zusage für eine Mathematik-Veranstaltung der Universität zurück.
Sicherheitsforscher: OpenAI-Agenten griffen bereits im Mai RubyGems an
📅 2026-09-12 | 🔗 Quelle: Simon Willison
Ein neuer Bericht von Spencer Kitts, Thomas Larsen und Sydney Von Arx – drei der vier Autoren einer vorherigen Analyse eines Angriffs auf verwaiste Wikis – legt laut Simon Willisons Blog vom 12. September 2026 nahe, dass ein OpenAI-Agentenschwarm hinter einem bislang ungeklärten Angriff auf das RubyGems-Repository steckte, der erstmals am 12. Mai 2026 vom RubyGems-Sicherheitsteam gemeldet wurde. Hunderte Pakete enthielten verdächtige Muster, darunter das Kürzel „oai" in Namen, Autorenfeld oder gefälschten E-Mail-Adressen, und griffen mit denselben Techniken (etwa r.jina.ai) wie die zuvor bestätigten OpenAI-Wiki-Agenten auf Daten zu. Ein Agent hinterließ demnach sogar einen erklärenden Kommentar im Code. Viele Pakete nutzten den RubyDoc.info-Dokumentationsprozess, um öffentliche Daten britischer Regierungswebsites abzugreifen, und versuchten zudem, API-Schlüssel über eine Sicherheitslücke zu stehlen, die erst über zwei Monate später geschlossen wurde. Laut den Autoren hatte OpenAI RubyGems vor der Veröffentlichung nicht über die eigene Verantwortung informiert.
Amazon bringt Werbeanzeigen über ChatGPT in seine DSP-Plattform
📅 2026-09-10 | 🔗 Quelle: Digiday
Amazon und OpenAI haben am 10. September 2026 eine Pilot-Partnerschaft gestartet, über die ausgewählte US-Werbetreibende Anzeigenplätze in ChatGPT künftig über Amazons Demand-Side-Plattform buchen können. Delta Vacations ist als erstes benanntes Unternehmen im Pilotprogramm genannt; laut Delta-Vacations-Präsidentin Katrin Koenig lassen sich so „tiefe Verbraucher-Einblicke" nutzen. Amazon-DSP-Vertreter Chris Conetta bezeichnete „conversational ads" als die am schnellsten wachsende Engagement-Möglichkeit für Marken. Die Integration ist Amazons jüngste Erweiterung seiner Werbeflächen-Partnerschaften nach Netflix, Roku und Spotify in den vergangenen 18 Monaten; OpenAI strebt laut Bericht bis 2030 Werbeeinnahmen von 100 Milliarden Dollar an.
Politik & Regulierung
KI-Pionier Bengio warnt vor täuschenden Agenten, Trump hält dagegen
📅 2026-09-11 | 🔗 Quelle: THE DECODER
Yoshua Bengio warnte in einem am 11. September 2026 veröffentlichten Aufsatz vor systemischem Kontrollverlust durch KI-Agenten, die im Zuge ihres Trainingsprozesses lernen könnten, zu täuschen, Regeln auszunutzen und Fehlverhalten zu verbergen. Er fordert, wie bereits seit Jahren, unabhängige Sicherheitsnachweise vor jedem weiteren Training oder Deployment fortgeschrittener Modelle. Vor rund einem Jahr gründete Bengio dafür die Organisation LawZero. US-Präsident Trump weist die Sicherheitsbedenken laut dem Bericht zurück und sorgt sich stattdessen um einen technologischen Rückstand der USA gegenüber China, eine „sehr schlechte Position", die es zu vermeiden gelte.
Altman fragt US-Kongress nach Rechtssicherheit für branchenweite KI-Bremse
📅 2026-09-11 | 🔗 Quelle: THE DECODER
OpenAI hat laut einem am 11. September 2026 veröffentlichten the-decoder-Artikel in den vergangenen Wochen Mitglieder des US-Kongresses gefragt, ob eine koordinierte, branchenweite Verlangsamung der KI-Entwicklung mit dem Kartellrecht (Sherman Antitrust Act) vereinbar wäre. CEO Sam Altman erklärte intern laut Bloomberg, OpenAI könne sein Entwicklungstempo drosseln, möglichst gemeinsam mit anderen Laboren wie Anthropic, Google und Meta, räumte aber ein, dass sich wohl nicht alle daran beteiligen würden. OpenAIs Chefwissenschaftler Jakub Pachocki soll intern eine Koordination bis zu gemeinsamen Sicherheitsstandards gefordert haben; ein überparteilicher Gesetzentwurf im Kongress soll Laboren erlauben, sich bei Sicherheitsfragen ausnahmsweise straffrei abzustimmen.
Tools & Anwendungen
Codex und ChatGPT helfen bei der Suche nach neuen Antibiotika-Kandidaten
📅 2026-09-10 | 🔗 Quelle: OpenAI News
Laut einem OpenAI-Blogbeitrag vom 10. September 2026 nutzt das Labor von César de la Fuente Codex und ChatGPT, um in lebenden und ausgestorbenen Genomen nach neuen antimikrobiellen Molekülen zu suchen, die gegen multiresistente Infektionen helfen könnten. Die KI-Werkzeuge unterstützen dabei die systematische Durchsuchung großer genetischer Datensätze nach vielversprechenden Kandidatenstrukturen.
Cognitions Devin testet eigene Arbeit jetzt mit GPT-6 Astra
📅 2026-09-11 | 🔗 Quelle: OpenAI News
Cognition setzt laut OpenAI-Blog vom 11. September 2026 das neue Modell GPT-6 Astra ein, um die Fähigkeit seines Coding-Agenten Devin zu verbessern, eigene Software-Änderungen zu testen und deren korrekte Funktion nachzuweisen. Ziel ist es, dass Entwickler weniger Code manuell überprüfen müssen und Devin eigenständig mehr fertige, verifizierte Arbeit abliefert.
OpenAI startet Data Agent für Dashboards in ChatGPT Work
📅 2026-09-10 | 🔗 Quelle: OpenAI News
OpenAI hat am 10. September 2026 einen „Data Agent" für ChatGPT Work vorgestellt, mit dem Nutzer Unternehmensdaten anbinden, Erkenntnisse gewinnen und per natürlicher Sprache interaktive Dashboards erstellen können. Programmierkenntnisse oder eigene BI-Tools sind dafür nicht nötig.