Diabetes-News
FreeStyle Libre 3 Plus wird mit zwei weiteren AID-Systemen kompatibel
📅 2026-09-07 | 🔗 Quelle: diabetes-news.de
Der CGM-Sensor FreeStyle Libre 3 Plus von Abbott ist seit dem 7. September 2026 laut dem Portal diabetes-news.de mit zwei weiteren Systemen zur automatisierten Insulinabgabe (AID) kompatibel. Die Insulinpumpe Tandem t:slim X2 von Tandem Diabetes Care bietet diese Kompatibilität bereits in Deutschland an, die Patch-Pumpe Omnipod 5 von Insulet soll im Laufe des Jahres 2026 folgen. Beide Systeme unterstützten zuvor bereits die CGM-Sensoren Dexcom G6 und G7, sodass Nutzerinnen und Nutzer nun eine größere Auswahl bei der Kombination von Sensor und Pumpe haben. Laut dem Bericht, der sich unter anderem auf Angaben von Abbott, diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und das Diatec-Forum Berlin stützt, verwenden in Deutschland bereits über 30 Prozent der Menschen mit Typ-1-Diabetes ein AID-System und mehr als 80 Prozent einen CGM-Sensor.
Medizin & Forschung allgemein
Übersichtsarbeit: GLP-1-Rezeptoragonisten als Ergänzung zu CPAP bei Schlafapnoe
📅 2026-09-07 | 🔗 Quelle: Deutsches Ärzteblatt
Eine Übersichtsarbeit von Alexandria Harris und Thomas Kaffenberger vom University of Pittsburgh Medical Center, veröffentlicht in JAMA Otolaryngology–Head & Neck Surgery, untersucht den Einsatz von GLP-1-Rezeptoragonisten – ursprünglich als Diabetes-Medikamente entwickelt – bei obstruktiver Schlafapnoe. Adipositas gilt als der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor für diese Erkrankung und betrifft laut der Übersicht etwa 60 bis 70 Prozent der Betroffenen. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass GLP-1-Rezeptoragonisten durch die von ihnen bewirkte Gewichtsreduktion positive Effekte auf die Schwere der Schlafapnoe zeigen können. Die Wirksamkeit der medikamentösen Behandlung erreicht laut der Übersicht jedoch nicht die des Therapiestandards CPAP, der kontinuierlichen Überdruckbeatmung. Die Autoren empfehlen die Pharmakotherapie deshalb eher als Ergänzung zu CPAP statt als dessen Ersatz.
Immunsystem passt sich auch bei Über-110-Jährigen noch an
📅 2026-09-07 | 🔗 Quelle: Deutsches Ärzteblatt
Ein Forschungsteam um Kosuke Hashimoto von der Universität Osaka hat im Fachjournal Cell Reports untersucht, wie sich das Immunsystem von Menschen im sehr hohen Alter – über 110 Jahre – von dem jüngerer Menschen unterscheidet. Die Studie zeigt, dass Hochbetagte ungewöhnlich viele zytotoxische CD4-T-Lymphozyten aufweisen, eine Zellart, die im Immunsystem jüngerer Menschen deutlich seltener vorkommt. Laut den Forschenden deutet die Expansion dieser T-Zellen darauf hin, dass sich das Immunsystem auch im hohen Alter noch an dauerhaft vorhandene Antigene anpassen kann. Hashimoto wird mit den Worten zitiert, die selektive Expansion bestimmter T-Zellen zeige, dass das Immunsystem im sehr hohen Alter nicht nur Funktionen verliere, sondern sich weiterhin an altersbedingte Herausforderungen anpasse. Die Ergebnisse werden als Beitrag zum Verständnis von gesundem Altern und Langlebigkeit eingeordnet.
Eiseninfusion vor Herzoperation könnte Erholung verbessern und Transfusionen verringern
📅 2026-09-07 | 🔗 Quelle: Deutsches Ärzteblatt
Eine im BMJ veröffentlichte Studie aus Melbourne untersuchte den Effekt einer intravenösen Eiseninfusion vor Herzoperationen bei Patientinnen und Patienten mit Anämie. Etwa ein Drittel aller Herzchirurgie-Patienten weist vor der Operation eine Anämie auf, was das Risiko für notwendige Bluttransfusionen erhöht. Die Studie fand, dass Betroffene, die vor dem Eingriff eine Eiseninfusion erhielten, seltener eine Erythrozytentransfusion benötigten. Zusätzlich verbrachten sie in den ersten 90 Tagen nach der Operation im Schnitt einen Tag mehr lebend und zu Hause als Patientinnen und Patienten ohne die Vorbehandlung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine präoperative Eisensubstitution die postoperative Erholung nach Herzoperationen verbessern und gleichzeitig den Bedarf an Bluttransfusionen senken könnte.
Lungenkrebs-Patienten tragen häufiger Mikroplastik in der Lunge
📅 2026-09-06 | 🔗 Quelle: scinexx.de
Ein Team um Ilias Dimeas von der University of Thessaly untersuchte in einer im Journal of Clinical Medicine veröffentlichten Studie, ob Lungenkrebs-Patientinnen und -Patienten häufiger Mikroplastik in der Lunge tragen als Menschen ohne Krebsdiagnose. Dafür analysierten die Forschenden Bronchialspülproben und Gewebeproben von 100 Patientinnen und Patienten mit Lungenbeschwerden, davon 50 mit anschließender Lungenkrebsdiagnose und 50 ohne. Insgesamt fanden sich bei 70 Prozent aller untersuchten Personen Mikroplastikpartikel, wobei Krebspatientinnen und -patienten mit 66 Prozent deutlich häufiger positiv getestet wurden als die Vergleichsgruppe mit 46 Prozent. Insgesamt wiesen die Forschenden 232 Mikroplastikpartikel nach, überwiegend aus den Kunststoffen Polypropylen und Polyethylen. Die Autorinnen und Autoren betonen jedoch ausdrücklich, dass die Studie lediglich einen Zusammenhang zwischen Krebsdiagnose und Mikroplastikbelastung zeigt, aber keine Aussage über eine ursächliche Verbindung erlaubt.
Studie: Impulskontrolle bei Jugendlichen reift länger als das Arbeitsgedächtnis
📅 2026-09-07 | 🔗 Quelle: scinexx.de
Ein Team um Zaixu Cui vom Chinese Institute for Brain Research in Peking untersuchte in einer im Fachjournal Nature Mental Health veröffentlichten Studie, wie sich Impulskontrolle und Arbeitsgedächtnis bei Jugendlichen entwickeln. Grundlage war eine große Analyse mit 33.622 chinesischen Jugendlichen im Alter von 11 bis 18 Jahren, deren Ergebnisse anschließend an einer Stichprobe von 11.549 US-amerikanischen Jugendlichen repliziert wurden. Mithilfe von Go/No-Go-Aufgaben zur Reaktionshemmung sowie 1-back- und 2-back-Aufgaben zum Arbeitsgedächtnis erstellten die Forschenden alterstypische Normkurven für beide kognitiven Funktionen. Dabei zeigte sich, dass die Impulskontrolle bis in die späte Jugend weiter reift, während das Arbeitsgedächtnis bereits früher ein Plateau erreicht – beide eng verwandten Fähigkeiten entwickeln sich also nicht im gleichen Tempo. Abweichungen von den altersüblichen Werten korrelierten besonders im Alter von 11 bis 13 Jahren mit psychischen und sozialen Problemen; mit zunehmendem Alter wurden die Leistungsunterschiede zwischen den Jugendlichen kleiner.