Prompt-Tipps des Tages
Dem Modell sagen, was es nicht liefern soll
📅 2026-09-15 | 🔗 Quelle: Smart Prompts for AI
Große, vage umrissene Projekte führen zuverlässig zur Blockade, und die naheliegende Frage „Wie fange ich damit an?“ macht es oft schlimmer, weil das Modell daraufhin eine zehnseitige Roadmap ausrollt, die man erst recht nicht anfässt. Der Vorschlag dieser Ausgabe dreht die Anweisung um: Sag der KI ausdrücklich, was sie nicht tun soll, und verlange genau ein einziges, einfaches Ergebnis statt eines vollständigen Plans. Dazu kommen zwei weitere Kniffe aus derselben Mail. Beim Kindling-Prinzip lässt du dir aus einem Wochenprojekt eine einzelne Handlung herausziehen, die in fünf Minuten erledigt ist. Und mit „Draft Zero“ forderst du absichtlich einen hässlichen, unsortierten Rohentwurf an statt eines polierten Texts, weil das, was nicht gut sein muss, einen auch nicht lähmt. Zusammen genommen sind die drei Anweisungen dafür gedacht, dich heute in das nächste Projekt hineinzubringen, statt es weiter aufzuschieben.
Diktieren statt tippen: das Mikrofon als Kontextquelle
📅 2026-09-15 | 🔗 Quelle: AI Genius Lab
Getippt kommt man auf rund 36 Wörter pro Minute, gesprochen auf etwa 150, und genau diese Lücke soll das Mikrofon-Symbol in der Claude-App schließen. Die Anleitung ist bewusst schlicht: antippen, drauflosreden, dabei ruhig über den Punkt hinaus, an dem man sich fertig fühlt, und das Gesagte unbearbeitet abschicken. Das Abschweifen ist hier kein Nebeneffekt, sondern der eigentliche Zweck, denn Vorgeschichte, Rahmenbedingungen, Termindruck, Zielgruppe und das, was beim letzten Versuch schiefgelaufen ist, landen so ganz nebenbei im Prompt. Auf diesem Weg gibt man dem Modell mehrere hundert Wörter Kontext, ohne dass es sich nach Prompt-Arbeit anfühlt. Besonders brauchbar ist das für den Gedanken-Dump direkt nach einem Meeting oder für Einfälle, die einen nachts um zwei überfallen.
Ein Modell lokal laufen lassen: Einstieg über Ollama
📅 2026-09-15 | 🔗 Quelle: Excellent Prompts
Wer ein KI-Modell lieber auf dem eigenen Rechner betreibt, braucht dafür kaum mehr als drei Schritte: Ollama installieren, ein Modell wählen, das die eigene Hardware verkraftet (der Newsletter nennt als Beispiel Gemma 4), und einfach ein Gespräch beginnen, komplett offline. Der Gewinn ist ein doppelter, denn die eigenen Daten bleiben auf dem Gerät, und man hängt nicht davon ab, dass ein Cloud-Anbieter morgen den Zugang sperrt oder die Preise anhebt. Als erste ernsthafte Aufgabe schlägt die Ausgabe vor, den eigenen Kontoauszug einzuspeisen und auswerten zu lassen, ob die Ausgaben zu den selbst gesetzten Prioritäten passen. Das ist genau die Sorte Aufgabe, die man einem fremden Dienst ungern gibt, und damit ein guter Test, ob ein lokales Modell im Alltag wirklich trägt.