2026-09-14Rubrik Gesundheit & Diabetes

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Medizin & Forschung allgemein

Essens-Jetlag erhöht Herzinfarkt-Risiko bei Männern deutlich

Essens-Jetlag erhöht Herzinfarkt-Risiko bei Männern deutlich

📅 2026-09-13 | 🔗 Quelle: scinexx (Studie: Communications Medicine)

Unregelmäßige Essenszeiten erhöhen bei Männern nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie eine französische Kohortenstudie der NutriNet-Santé-Studie zeigt, über die scinexx am 13. September berichtet. Die Wissenschaftler werteten Daten von 104.806 Erwachsenen aus, davon 79 Prozent Frauen, im Durchschnitt 42,7 Jahre alt. Über einen Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 8,1 Jahren registrierten sie 2.368 neue Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Jede zusätzliche Stunde an sogenanntem Essens-Jetlag, also Schwankungen im täglichen Essenszeitpunkt, ging bei Männern mit einer um 14 Prozent höheren relativen Rate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher, bei koronaren Herzkrankheiten lag der Anstieg sogar bei 21 Prozent. Bei Frauen fanden die Forscher keinen statistisch signifikanten Zusammenhang. Die Studie kann keine Kausalität belegen; ob regelmäßige Essenszeiten tatsächlich vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen, müssen weitere Interventionsstudien erst noch klären.

Gestörter Tiefschlaf im Zusammenhang mit Alzheimer-typischen Eiweißablagerungen

Gestörter Tiefschlaf im Zusammenhang mit Alzheimer-typischen Eiweißablagerungen

📅 2026-09-13 | 🔗 Quelle: scinexx (Studie: University of California, Berkeley)

Forscher der University of California, Berkeley, haben einen Zusammenhang zwischen fragmentiertem Tiefschlaf und Tau-Proteinablagerungen im Gehirn nachgewiesen, meldet scinexx am 13. September. Normalerweise breiten sich langsame elektrische Hirnwellen im Nicht-REM-Schlaf über große Areale des Gehirns aus; bei erhöhter Tau-Belastung zerfallen diese Wellen jedoch in räumlich isolierte, kleinere Ereignisse. Probanden mit stärker fragmentierten Schlafwellen schnitten am folgenden Morgen in Wortpaar-Gedächtnistests schwächer ab. Die untersuchten älteren Teilnehmer waren zum Zeitpunkt der Studie kognitiv unauffällig und hatten keine Alzheimer-Diagnose, die beobachteten Veränderungen treten damit offenbar bereits vor einer klinisch erkennbaren Demenz auf. Ob die Tau-Ablagerungen die Schlafstörung verursachen oder umgekehrt, bleibt nach Angaben der Forscher offen; wahrscheinlich beeinflussen sich beide Prozesse gegenseitig.

Neue Base-Editing-Methode an menschlichen Embryonen zeigt Sicherheitsrisiken

Neue Base-Editing-Methode an menschlichen Embryonen zeigt Sicherheitsrisiken

📅 2026-09-13 | 🔗 Quelle: scinexx (Studie: Columbia University)

Ein Team der Columbia University um Dieter Egli hat laut einem am 13. September veröffentlichten scinexx-Bericht erstmals sogenanntes Base Editing an befruchteten menschlichen Eizellen untersucht, eine Technik, die einzelne DNA-Bausteine über einen Schnitt an nur einem DNA-Strang verändert, statt wie CRISPR-Cas9 beide Stränge zu durchtrennen. Das Zielgen PCSK9 ließ sich mit hoher Effizienz editieren, und die behandelten Embryonen entwickelten sich bis zum Blastozystenstadium. Die Forscher beobachteten jedoch problematische Nebenwirkungen: seltene Chromosomenbrüche an der Zielstelle, chromosomale Auffälligkeiten, mosaikartige Veränderungen an benachbarten DNA-Bausteinen und einen schwer vorhersehbaren genetischen Endzustand des Embryos. Bei Verabreichung als RNA stoppte die Embryonalentwicklung zudem häufiger. Wie die Forscher betonen, muss man naturgemäß zuerst die DNA beschädigen, um ein Gen zu editieren. Für den klinischen Einsatz in der Fortpflanzungsmedizin sei die Methode derzeit nicht geeignet.